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Kloster Wennigsen

Es empfiehlt sich ein Besuch dieser Gebäude aus dem Mittelalter und der Barockzeit. Der romanische Wehrturm (um 1150) und einige Mauerteile sind der älteste Teil der Klosterkirche. Das Tympanon, das sich heute im Eingangsbereich der Klosterkirche befindet, ist das älteste Baudenkmal Norddeutschlands. Die Klostergebäude sind so, wie Sie sie heute vorfinden, zwischen 1707 und 1725 entstanden. Allerdings reicht die Geschichte des Klosters viel weiter zurück. Es wurde schon um 1200 als Stift für Augustiner-Chorfrauen gegründet. Die älteste Urkunde stammt von 1224. Nach 1542, als die Reformation auch das Calenberger Land erreichte, fand der Übergang zu einem evangelischen Damenstift statt. Seitdem lebt hier ein evangelischer Frauenkonvent.

Heute befindet sich im Kloster Wennigsen "Das Haus für Stille und Begegnung" - Via Cordis. Es werden neben Meditationskursen, offenen Meditationstagen, auch die Rückzugsmöglichkeit "Kloster auf Zeit" und Klostertage angeboten. Das Haus wird von der Äbtissin, Frau Gabriele-Verena Siemers geleitet. Bei einer Führung durch die alten Gemäuer erfahren Sie noch viel mehr, vor allem werden Ihnen die noch vorhandenen Kunstschätze gezeigt.

In einem Teil des Klosters Wennigsen hat seit einigen Jahren der Johanniterorden als Mieter seinen Mittelpunkt für Niedersachsen und Bremen gefunden. Für die örtliche Kirchengemeinde werden im Kloster kostenlos Räume vorgehalten. Im Klostersaal finden seit vielen Jahren die Konzerte des Kulturkreises statt.

Das Kloster Wennigsen gehört zum Kreis der anderen Calenberger Klöster (Barsinghausen, Mariensee, Marienwerder und Wülfinghausen), die ebenfalls in der Region Hannover liegen. Alle fünf Klöster gehören zum Vermögen des "Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds" und werden von der Klosterkammer erhalten. (Klosterkammer Hannover, Eichstraße 4, 30161 Hannover)

Führungen:
Kirche und Kloster Wennigsen
20. Oktober 2012, 10. November 2012, 01. Dezember 2012
Treffpunkt: Turm der Klosterkirche Wennigsen, Klosteramthof, 13.00 Uhr
Erwachsene 3,00 Euro
Kinder (6-14 Jahre) 2,00 Euro
Pauschale für Gruppen unter 10 Personen 30,00 Euro
Auf Anfrage sind Sonderführungen möglich:
Klosterführerin Frau Constanze Kanz
Tel.: 05109 / 63 35 0 oder 0176 / 61 20 17 38

Konzertabende im Kloster Wennigsen:
Im Klostersaal, fester Abonnentenkreis und eingeschränkter Kartenverkauf.
Kulturkreis Kloster Wennigsen e.V.
Kartenbestellung: Frau Gevecke Tel: 05103 / 31 74

Kurze Chronik zum Kloster Wennigsen

Als im Jahr 1190 das Augustiner-Chorfrauen-Kloster St. Mariae et St. Petri geweiht wurde, existierte die Pfarrkirche bereits. Davon zeugt vor allem das spätromanische Tympanon, ein mit einem Relief geschmücktes Bogenfeld vom einstigen Eingang. Aus jener Zeit stammt auch die Gnadenbild-Madonna mit ihrem besonders zarten, freundlichen Gesichtsausdruck. Sie machte Wennigsen ab Mitte des 13. Jahrhunderts zu einem Wallfahrtsort und zieht neben anderen klösterlichen Kunstschätzen bis heute Besucherinnen und Besucher an.

1543 setzten Herzogin Elisabeth von Calenberg und Generalsuperintendent Antonius Corvinus gegen den Widerstand der Nonnen die Reformation durch. Im Dreißigjährigen Krieg wurden Kirche und Kloster stark beschädigt. Nur die Triumphkreuzgruppe überstand die Plünderungen unbeschadet. Sie war in einer verborgenen Totenkammer neben einigen Gerippen versteckt worden, was jedoch erst über 260 Jahre später zufällig bei Umbauarbeiten festgestellt wurde. Wenig später wurden unter der Kirche in einer Tiefe von 2,50 Metern sogar unterirdische Gänge entdeckt, die wahrscheinlich als Versorgungstunnel in Kriegszeiten dienten.

1663 wurde das Kloster zu einem Stift für adelige Damen. Wenige Jahrzehnte später wurde die Kirche in barockem Stil renoviert und die Konvents-Gebäude neu gebaut. Sie werden noch heute von evangelischen Konventualinnen bewohnt.

Der Johanniterorden nutzt das Kloster und seine Nebengebäude als Seminar- und Tagungszentrum. Darüber hinaus finden ganzjährig zahlreiche öffentliche Kulturveranstaltungen statt.

Gegenüber, gleich zu Beginn der Sorsumer Straße, befindet sich ein besonderes Denkmal: Das Alte Zollhaus. Das fast quadratische Haus diente im 19. Jahrhundert zur Einnahme von Wegegeld für die Straßennutzung. Die Eintreiber saßen zwischen den Säulen unter dem vorragenden 2. Stockwerk. Die Räder der anhaltenden Fuhrwerke wurden durch Wagenradabweiser aus Sandstein von den Säulen ferngehalten, wenn die Kutscher zahlten. Das Gebäude befindet sich heute in Privatbesitz.

Öffnungszeiten

Besichtigungen ganzjährig auf Anfrage.
Klosteramthof 3, Ortsteil Wennigsen.
www.kloster-wennigsen.de

Letzte Änderung am: Mittwoch, 22.01.2014