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Das historische Schützenfest bis zum Ersten Weltkrieg

Das erste Schützenfest nach dem Verbot des Jahres 1892 ist in Wennigsen für das Jahr 1900 nachweisbar. Die Schützenkette führt als Schützenkönig August Bode auf. In der Zeitung wies lediglich eine kleine Anzeige im Inseratenteil auf das Fest hin. Sie hatte folgenden Wortlaut: „Wennigsen. Am 24., 25. und 26. d. Mts. findet hier selbst das Schützenfest statt und lade hierzu die Einwohner von Wennigsen u. d. Umgegend ergebenst ein. Hochachtend Becker, Schützen Wirt.“ Über den Verlauf dieses Festes ist nichts überliefert.

Da sind die Informationen über das folgende Fest im Jahr 1904 schon umfangreicher. Erstmals findet sich ein kleiner Nachbericht über das Fest in der Provinzial-Deister-Leine-Zeitung. Sie berichtete am 2. Juli 1904: „Unser diesjähriges Schützenfest wurde am Sonntag, Montag und Dienstag in herkömmlicher Weise gefeiert. An allen drei Tagen fand unter zahlreicher Beteiligung der Ausmarsch nach dem Festplatze statt. Der Festzug am ersten und zweiten Tage war diesmal imposanter, da sich ca. 40 junge Damen in weißen Kleidern und blauen Schärpen daran beteiligten. Bei den abgehaltenen Schießen hatte Herr Bergmann Bode den besten Schuss, den zweitbesten Herr Heinrich Flasbarth und den drittbesten Herr Maler Struß. Die Preise für die beiden Besten bestanden in je einem Umschlagtuch, während der Dritte die Scheibe erhielt. Die Stimmung war an allen drei Festtagen trotz der nicht günstigen Witterung urfidel und ist das diesjährige Schützenfest ohne jede Störung in schönster Weise verlaufen.“

In den folgenden Jahren sind keine Schützenfeste nachzuweisen. Auch im Jahr 1908, in dem man das nächste Fest hätte vermuten können, berichtete die Zeitung nichts über ein solches Fest. Es fand allerdings am letzten Wochenende im Juli ein großes Sommerfest mit Vereinsfest statt. Dieses wäre nicht weiter auffällig, wäre nicht einer der beiden Wennigser Bürger, die zum dem Fest per Inserat einluden, Heinrich Rokahr gewesen. Heinrich Rokahr war ein echter Schützenveteran und viele Jahre lang Kommandeur der Artillerie beim historischen Schützenfest, so dass man einen Zusammenhang zwischen der Schützentradition und diesem Sommerfest zumindest stark vermuten kann. Möglicherweise hatten Probleme bei der Organisation des Traditionsfestes dazu geführt, dass man auf ein allgemeines Sommerfest auswich. Das nächste historische Schützenfest fand dann 1913 statt. Schützenkönig wurde dabei August Haase. Die Zeitung berichtete: „Am Sonntag, Montag und Dienstag wurde hier in althergebrachter Weise das Schützenfest gefeiert. Die jungen Leute beteiligten sich in großer Zahl daran. der Aufzug trug ein militärisches Gepräge. Die Offiziere in blitzender Uniform, alle hoch zu Ross, der Höchstkommandierende in eleganter Kutsche, umgeben von seinen Adjudanten, dazu die ganze Schützengilde mit den Abzeichen ihrer Dienstgrade. Die Parade verlief äußerst exakt, wie überhaupt das ganze Fest einen schönen Verlauf nahm.“

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Letzte Änderung am: Sonntag, 04.03.2012