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Seit 1961: „Historisches Freischießen“

Anlässlich des vierten Festes nach dem Krieg erfolgte 1961 die eingangs bereits erwähnte Umbenennung in „Historisches Freischießen“. Einer der damals Beteiligten erinnert sich: „Wir haben gesagt, dass was wir machen hat ja mit dem ursprünglichen Schützenfest nicht zu tun. Unter „Historischen Schützenfest“ konnte sich keiner was vorstellen. Die dachten alle, dass es - wie in anderen Orten auch - von den Schützenvereinen ausgerichtet würde. Darum haben wir dann gesagt, wir nennen es lieber ‘Freischießen’. [...] ‘Freischießen’ war eine Rückbesinnung auf die Zeit des 30jährigen Krieges. Die mussten sich damals frei schießen, d.h. im Manöver beweisen, dass sie mit dem Gewehr umgehen konnten. Darum ‘Freischießen’, daran wollten wir erinnern.“
Seit dieser Zeit findet das große Wennigser Volksfest als „Historisches Freischießen“ alle drei bis vier Jahre, 1996 zum fünften Male nacheinander im Dreijahresrhythmus statt. Der Erfolg und das öffentliche Interesse an diesem in der Region und vermutlich auch in Niedersachsen einzigartigen Fest sind dabei von Mal zu Mal noch weiter gestiegen.
Die einzelnen Feste der Nachkriegszeit zu beschreiben ist hier weder Platz noch Zeit, sie sind in der Erinnerung der begeisterten Aktiven und Zuschauer lebendig. Für wen dieses Fest neu ist oder wer so manches noch nicht verstanden hat, der sei auf das kleine Wörterbuch zum Historischen Freischießen im Anschluss verwiesen, das versucht, einige Elemente und Rituale dieses traditionellen Volksfestes zu erklären.
Hier soll zum Schluss noch einmal der Wennigser Berichterstatter der Deister-Leine-Zeitung zu Wort kommen, der im Jahr 1934 schrieb: „Die vielen auswärtigen Gäste und Zuschauer, die nicht nur aus der nächsten Umgebung erschienen waren, sondern auch weit über die Grenzen unseres Kreises, haben an unserem Fest Freude gefunden. Sie waren alle des Lobes voll und waren erstaunt, dass unser verhältnismäßig kleiner Ort ein Fest in dieser Aufmachung und einer derartigen starken Beteiligung auf die Beine zu stellen vermochte. Wir Wennigser kennen das Geheimnis, es beruht in dem ... Spruch: ‘Einigkeit macht stark.’“
In diesem Sinne ein „Vivat Hoch“ auf das Historische Freischießen und - wie es der Wennigser Chronist Friedrich Wüllner 1973 schrieb - „Möge die Jugend auch in Zukunft diesen Männern nacheifern und die Tradition weiterleben lassen.“


Freischießen hat auch eine eigenen Internetauftritt.

Letzte Änderung am: Sonntag, 04.03.2012