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Kunst und Kultur | Freischießen | 30-jähriger Krieg

Entstand das Wennigser Freischießen nach dem 30jährigen Krieg?

In manchen Ortschaften etablierte sich das Schützenwesen in der Folge des 30jährigen Krieges. Nach dem Ende des Krieges wurden die Söldnerheere aufgelöst, und in vielen Territorien entstanden sogenannte Volksheere. Auch der damalige Hannoversche Herzog Georg ordnete sein Heerwesen in diesem Sinne neu. In den Dörfern bildeten sich Kompanien, die nach Farben benannt wurden und an Sonntagen oder abends übten. „Die Söhne der Bauern bildeten berittene Einheiten, die als Übungsgelände den Reuteranger (Reiteranger) benutzten. Auch hier in Wennigsen gab es diese Wiese, die heute noch als Reuteranger im Dörgingsfeld bekannt ist. Die Uniformen und Waffen mussten sich die wehrfähigen Männer gewöhnlich selbst halten, teilweise wurden sie auch von den Gutsherren beschafft. Einmal im Jahr fand eine Probe des Könnens statt mit militärischen Übungen und anschließender Parade.“ So beschreibt es der langjährige Chronist der Wennigser Ortsgeschichte, Friedrich Wüllner, der hier auch den Ursprung des „Historischen Schützenfestes“ sieht. Ob tatsächlich schon vor so langer Zeit ein solches Fest in Wennigsen gefeiert wurde, kann nicht abschließend geklärt werden. Seine Form und Ausgestaltung gehen jedoch sicherlich zum Teil auf diese Traditionen des Hannoverschen Landheeres zurück.

Freischießen hat auch eine eigenen Internetauftritt.

Letzte Änderung am: Montag, 16.04.2012