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Kunst und Kultur | Freischießen | Die Anfänge

Die Anfänge

Über den Ursprung des Historischen Freischießens hier in Wennigsen ist leider nichts Genaueres bekannt. Es gibt nun einmal keinen Schützenverein, in dessen Unterlagen man nachlesen könnte. Selbst der Ablauf des Festes, die Statuten, Rituale und Kommandos, die Marschformationen, die Rollen und Funktionen der Mitwirkenden usw. sind nie schriftlich festgehalten worden. Sie lebten und leben im Gedächtnis der Aktiven und werden von Generation zu Generation mündlich überliefert. Erst in den letzten Jahren hat man damit begonnen, einzelne Programmteile auch einmal aufzuschreiben, um sie für die Nachwelt sicher zu erhalten.

Da es bei der Schützengesellschaft keine Unterlagen gibt, lag es nahe, in öffentlichen Akten nach den Wurzeln des hiesigen Freischießens zu forschen. Aber auch hier ließ sich kein Licht in das Dunkel bringen. Die umfangreichen Wennigser Aktenbestände im Niedersächsischen Hauptstaatsarchiv in Hannover sind im Zweiten Weltkrieg restlos verbrannt; die Gemeindeverwaltung Wennigsen besitzt so gut wie keine Alt Akten, und eine regelmäßige Zeitung für Wennigsen gibt es erst seit 1886, dem Gründungsjahr der Provinzial-Deister-Leine-Zeitung.

So ist der älteste Hinweis auf das Wennigser „Freischießen“ die Stiftungsurkunde der Schützenkette vom 20. Juni 1858, die zu Beginn dieses Heftes abgebildet ist. Diese Urkunde stellt aber sicherlich nicht den Beginn des Wennigser Schützenfestes dar, denn sie ist keine Gründungsurkunde einer Schützengesellschaft oder eines Schützenfestes. Es handelt sich bei der Schützenkette vielmehr um eine Ergänzung zu einer bereits bestehenden Tradition. Schon der erste Satz der Urkunde, „Nachdem wir am Ende Unterzeichnete beschlossen, der Samtgemeinde Wennigsen einen silbernen Schild nebst silbern Kette (welches bey den Freyschießen von den Schützenkönig getragen werden soll) ......“, zeigt, dass offensichtlich bereits Freischießen stattfanden, zu denen nun von engagierten Bürgern eine Schützenkette gestiftet wurde. Seit wann diese Freischießen stattfanden, wird nicht gesagt.

Das Schützenwesen an sich hat im Calenberger Land eine jahrhundertelange Tradition. Seine Wurzeln lagen in den kleineren Städten zumeist in den Gilden und Zünften, den berufsständischen Vereinigungen der Handwerker und Kaufleute. Das Schützenwesen muss dabei in seinen Anfängen auch als ein Zeichen der Emanzipation einzelner Orte und ihrer Bürgerschaft gegenüber der Obrigkeit gesehen werden. So diente das Schützenwesen der Wehrhaftmachung der Ortsbevölkerung. Im Schützenwesen lernten die Bürger, mit dem Gewehr umzugehen, deshalb stand es in engem Zusammenhang mit der Bürgerwehr. Zur Förderung der Ortsgemeinschaft wurden regelmäßige Schützenfeste gefeiert.

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Letzte Änderung am: Sonntag, 04.03.2012