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Kunst und Kultur | Ortsgeschichte | Arbeitsmarkt

Arbeitmarkt

Die wirtschaftlichen Folgen waren zunächst enorm. Bald konnten die arbeitslosen Bergleute aber neue Anstellungen finden. Viele Bürger blieben dort wohnen und nutzten die Eisenbahnlinie, um täglich zur Arbeit zu kommen. So liegen die Anfänge der heutigen Auspendlergemeinde Wennigsen bereits um die Jahrhundertwende begründet. Der sich gegen Ende der Weimarer Republik bereits abzeichnende wirtschaftliche Aufwärtstrend setzte sich im Jahr 1933 fort. So begann sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt auch in Wennigsen zu entspannen. Wichtigster Grund hierfür war die wirtschaftliche Erholung des Deisterbergbaus. Das Bestreben des NS-Regimes um wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Ausland, vor allem was die Versorgung mit Rohstoffen und Bodenschätzen betraf, ließ die damals bereits zweifelhafte Wirtschaftlichkeit des Deisterbergbaus in anderem Licht erscheinen und brachte einen Aufschwung, der auch vielen Wennigsern wieder zu Lohn und Brot verhalf. Von den Grausamkeiten des 2. Weltkrieges ist Wennigsen weitestgehend verschont geblieben. In Wennigsen zog so im Sommer 1945 die britische Militärverwaltung als Besatzungsmacht ein. 1955 stellte das Steinkohlebergwerk Barsinghausen nach 125 Jahren endgültig seinen Betrieb ein. Viele Wennigser Bergleute mussten einen neuen Arbeitsplatz suchen und fanden diesen zumeist im Kalibergbau, aber auch bei der Hanomag in Hannover-Linden. 1961 wurde die Wohnraumbewirtschaftung aufgehoben. Der Ort veränderte sich zusehends. Mehr und mehr Neubaugebiete entstanden. Im Jahr 1969 beschloss der Gemeinderat die Zusammenlegung von Wennigsen, Degersen, Sorsum, Bredenbeck, Holtensen, Evestorf und Argestorf zu einer Gemeinde. Dieser Zusammenschluss wurde am 12. Dezember 1969 vom Oberkreisdirektor des Landkreises Hannover genehmigt. Wennigsen ist vor allem Wohnort mit einem hohen Anteil an Auspendlern - obwohl auch Wennigsen eine Reihe von Arbeitsplätzen bietet. Die meisten Wennigser verdienen ihr Geld außerhalb, zumeist in der nahen Landeshauptstadt Hannover. Wennigsen ist heute eine Großgemeinde mit acht Ortschaften auf einer Fläche von 53,4 Quadratkilometern und mit 15.358 Einwohnern (Stand 01.09.2006). Es ist geplant, die Einwohnerzahl durch die Ausweisung neuer Baugebiete und durch das Schließen von Baulücken in den einzelnen Ortschaften noch zu erhöhen. Wennigsen ist landesplanerisch ein sogenanntes "Grundzentrum", das die Deckung des täglichen Lebensbedarfs ermöglichen soll. Hierzu gehören Schulangebote bis zum Sekundarbereich II, Sportanlagen und gute Einkaufsmöglichkeiten. Die Gemeinde strebt die staatliche Anerkennung als Erholungsort an, hierzu soll die Naherholungsfunktion ausgebaut werden. Es gibt im Bereich der Gemeinde zwei Grundschulen, in Wennigsen und Bredenbeck, eine Kooperative Gesamtschule und eine Freie Waldorfschule in Sorsum.

Letzte Änderung am: Dienstag, 05.06.2012