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Kunst und Kultur | Ortsgeschichte | Verwaltungsgliederung

Neue Verwaltungsgliederung

Georg Wilhelm von Hannover hatte als Herzog (1648-1665) eine neue Verwaltungsgliederung durchgesetzt und dabei die frühere "Großvogtei Calenberg" in kleinere Ämter aufgeteilt. Wennigsen gehörte fortan zum neu gebildeten "Amt Calenberg". Außerdem hatte es die Gerichtsbarkeit inne. Die Statistiken über die Erhebung einer Sondersteuer zeigt die Leistungsfähigkeit der damaligen Verwaltung und liefert heute eine hinreichend scharfe Vorstellung von den Verhältnissen in Wennigsen am Ausgang des 17. Jahrhunderts. Hieraus ist ersichtlich, das Wennigsen zur damaligen Zeit ein Ausnahmedorf war. Es gab es kaum größeren Bauernstellen, und selbst die waren vergleichsweise klein. Dafür gab es eine Vielzahl an geringer ausgestatteten Höfen, da Grund und Boden ohnehin dem ortsansässigen Kloster gehörten. Nur etwa ein Fünftel der Wennigser Haushalte lebte 1689 von handwerklichen Tätigkeiten, und diese Handwerke blieben auch auf den unmittelbaren dörflichen Bereich ausgerichtet. Der Bereich, den wir heute modern als Dienstleistungssektor bezeichnen hatte mit etwas über einem Fünftel der Haushalte eine vergleichsweise große Bedeutung für Wennigsen. Die Vorstellung vom alten Dorf ist bis heute durch romantisch verklärende Vorstellungen des 19. Jahrhunderte beeinflusst. Dieses Bild, das dort gezeichnet wird, bestätigt sich aber für Wennigsen nicht.

 

Letzte Änderung am: Dienstag, 05.06.2012