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Kunst und Kultur | Ortsgeschichte | wirtschaftliche Situation

Wirtschaftliche Situation

Die Zahlen verdeutlichen die ungünstige wirtschaftliche Situation, in der sich die meisten Hofbesitzer befanden. Erst gegen Ende des 18. Jahrhundert setzten wieder Veränderungen ein. Die dem Kloster als Dienstherrn zustehenden Arbeitsleistungen (Hand- und Spanndienste) wurden durch ein individuelles Dienstgeld abgelöst. Einer der Wenigen, die die politischen Chancen der damaligen Zeit wirtschaftlich nutzen konnten, war Johann Egestorff (1772-1834) in dessen Sog früh auch Wennigsen geriet und der die Bevölkerungsstruktur in Wennigsen grundlegend veränderte. Der Grund dafür waren die Kohlevorkommen im Deister oberhalb des Ortes. Die älteste Nachricht über Kohlevorkommen stammt bereits aus dem Jahr 1639. Nachdem Johann Egestorff mit offensichtlichem Erfolg Bergbau am Deister betrieb, verständigten sich 1817 die Gemeinden Wennigsen und Argestorf, in ihrem gemeinsamen Forst ebenfalls ein Bergwerk einzurichten. 1854 kaufte es eine aus Dorfbewohnern gegründete Gesellschaft, die dann schließlich den Betrieb im Jahr 1862 einstellte. Erst der Sohn Georg Egestorffs konnte mit dem Bau der (überwiegend privat finanzierten) Bahnstrecke von Hannover – Linden nach Haste beginnen, die nach dreijähriger Bauzeit 1871 fertiggestellt und 1872 in Betrieb genommen wurde ,die den Kohlbergbau auch in Wennigsen weiter belebte.

Letzte Änderung am: Dienstag, 05.06.2012