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Fazit

Charakterisierung der Gemeinde
Die Gemeinde Wennigsen (Deister) gehört zu den kleinsten Kommunen (ca. 15.000 Einwohner, ca. 2.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten) in der Region Hannover. Der Gewerbebestand ist sehr stark durch Kleinbetriebe geprägt, wobei die für kleinere Gemeinden typischen Branchen wie Handwerk, Einzelhandel und Dienstleistungen überwiegen. Prägend für Wennigsen ist dagegen die Funktion als attraktiver Wohnstandort durch die Lage am Rand des Deisters. Die S-Bahnanbindung, das gute Schulangebot (Kooperative Gesamtschule, Waldorfschule) und das ökologische Baugebiet an der Sorsumer Straße sind profilbildend für den Wohnstandort Wennigsen. Die Baulandpreise liegen (117,- €/qm nach dem Grundstücksmarktbericht der Gutachterausschüsse) im Mittelfeld der Umlandkommunen der Region Hannover, die Wohnbevölkerung ist in Wennigsen zwischen 1996 und 2006 mit + 8 % stärker gewachsen als im Umland (+ 4,3 %). Die ansässige Wohnbevölkerung liegt bei der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft im oberen Drittel der Umlandkommunen, bezogen auf das Qualifikationsniveau (Anteil der Akademiker an den Gesamtbeschäftigten) der Beschäftigten am Wohnort – d.h. unter Einbeziehung der Berufsauspendler – nimmt Wennigsen Rang 3 dieser Kommunen ein.

Zusammenfassende Ergebnisse der Befragung
Bei Dominanz des kleinbetrieblichen Gewerbes (80 % der Unternehmen haben weniger als 10 Mitarbeiter) verfügt Wennigsen nur über einige herausragende Betriebe in Teilbereichen des verarbeitenden Gewerbes. Absolut herausragend unter den 30 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit ca. 650 Gesamtbeschäftigten ist das Unternehmen Laverana (230 Mitarbeiter), das zu Deutschlands führenden Naturkosmetikherstellern zählt. Profil bildend für das verarbeitende Gewerbe sind insgesamt 15 Betriebe aus dem Bereich der Feinmechanik, Elektronik und der Mess- und
Regeltechnik (FEMR) mit 206 Mitarbeitern sowie 12 Betriebe des Maschinen- und Anlagenbaus (MA) mit 197 Beschäftigten. Diese Unternehmen weichen in vielen Punkten der Befragung vom Durchschnitt aller Unternehmen ab:

  • Während sich Betriebe der FEMR und des MA bei ihren Zuliefer- und Absatzverflechtungen überwiegend überregional bis international konzentrieren, orientieren sich die übrigen Unternehmen weitestgehend auf die Gemeinde oder die Region.
  • Unternehmen aus FEMR und MA zeichnen sich - gemessen an der Beschäftigtenentwicklung - durch eine stärkere Wachstumsdynamik aus. Der Anteil derjenigen Unternehmen, die in den letzten zwei Jahren Personal eingestellt haben bzw. innerhalb der nächsten 2 Jahre einstellen wollen, ist hier überproportional hoch. Jedes zweite Unternehmen der FEMR und des MA
    will innerhalb von 2 Jahren betriebliche Veränderungen wie etwa Erweiterungen am Standort oder Aufbau neuer Geschäftsfelder - vornehmen (im Durchschnitt nur jedes dritte).
  • Probleme bei der Akquisition qualifizierten Personals werden überproportional im Einzelhandel sowie im Baugewerbe und -handwerk, aber auch im MA genannt.
  • Die Kooperationsneigung Wennigser Betriebe untereinander ist noch ausbaufähig. Während insgesamt nur jedes dritte Unternehmen mit anderen kooperiert, sind die Kooperationsbeziehungen im Baugewerbe und -Handwerk, in der FEMR und im Handwerk überproportional ausgeprägt.
  • Grundsätzlich besteht eine hohe Standortzufriedenheit bei den befragten Unternehmen. Nur eine Minderheit von 9 % hat aktuell Standortprobleme, bei der eine Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung für erforderlich gehalten wird. Hier handelt es sich um Fragen im Zusammenhang mit einer Flächenoder Immobiliennutzung oder um Fragen bei denen die Lotsen- und Moderationsfunktion der Wirtschaftsförderung zum Beispiel bei  Genehmigungs-und Antragsverfahren gefragt ist.

 

Letzte Änderung am: Dienstag, 06.09.2011